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Claude anwendenA-D Wochenrückblick

Wochenrückblick: Deine erste Claude-Praxis-Woche

Fünf Lektionen, vier Bereiche, diese Woche hast du die Grundlagen gelegt: Claude im Alltag einsetzen, präzise Prompts bauen, Claude Code starten, die Modell-Familie verstehen und mit Projects dauerhaften Kontext schaffen. Heute checkst du, was hängen geblieben ist.

Wochenrückblick

Diese erste Woche des Kurses hat den kompletten Zyklus abgedeckt, einen Bereich pro Tag, einmal durch A, B, C und D, mit einem zweiten A am Freitag. Hier ist, was jede Lektion gebracht hat:

Lektion 1 (Mo, 23.06.), Bereich A: Claude im Alltag

Du hast fünf Kernbereiche kennengelernt, in denen Claude sofort Mehrwert bringt: Texte schreiben und überarbeiten, Recherche und Zusammenfassungen aus Dokumenten, Brainstorming und Ideenentwicklung, komplexe Themen erklären lassen und Strukturierungsaufgaben. Außerdem hast du die drei Interfaces (die verschiedenen Zugangswege zu Claude) unterschieden: Claude.ai für den Alltag, Claude Code für technische Workflows, die Claude API für eigene Anwendungen. Und du hast gesehen, was einen Prompt stark macht: Kontext, Aufgabe, Format und Einschränkung.

Lektion 2 (Di, 24.06.), Bereich B: Präzise Prompts

Die vier Bausteine eines starken Prompts: Rolle (wer soll Claude sein?), Aufgabe (was soll Claude tun, mit starkem Verb), Format (wie soll die Antwort aussehen, Länge, Struktur, Ton, Sprache?) und Kontext (was muss Claude über deine Situation wissen?). Du hast gelernt, wann du alle vier brauchst und wann zwei reichen. Wichtig: Vaguheit zwingt Claude dazu, Lücken mit Annahmen zu füllen, und die passen selten genau.

Lektion 3 (Mi, 25.06.), Bereich C: Claude Code Einstieg

Claude Code ist kein Chat-Interface, sondern ein CLI-Tool (Command Line Interface, ein Programm, das direkt im Terminal läuft). Der Kernunterschied zu Claude.ai: Claude Code hat direkten Zugriff auf dein Dateisystem, kann Befehle ausführen und Workflows über viele Schritte automatisieren, ohne manuellen Copy-Paste zwischen Editor und Browser. Du hast Installation, Start und die wichtigsten Slash-Commands (Steuerbefehle, die mit / beginnen) kennengelernt: /help, /status, /clear, /compact, /exit.

Lektion 4 (Do, 26.06.), Bereich D: Die Claude-Modelle

Nicht alle Claudes sind gleich. Die aktuelle Familie: Haiku (schnell und günstig, für klare einfache Aufgaben), Sonnet (das Alltagsmodell, gut für ~80 % aller Aufgaben), Opus (maximale Denktiefe, für komplexe Analyse und Nuancen) und Fable (das neueste Frontier-Modell, seit Juni 2026, für sehr lange und verschachtelte Aufgaben). Du weißt jetzt, wo du das Modell wechselst: in Claude.ai oben im Chatfenster, in Claude Code mit /model.

Lektion 5 (Fr, 27.06.), Bereich A: Claude Projects

Projects lösen Claudes Statelessness-Problem: Ohne Projects beginnt jeder Chat bei null. Ein Project speichert dauerhaft drei Dinge: Custom Instructions (eigene Daueranweisungen, die in jedem Chat automatisch laufen), Projektdateien (Styleguides, Vorlagen, Referenzdokumente) und den gesamten Chat-Verlauf aller Gespräche im Project. Du weißt jetzt, wann ein normaler Chat reicht und wann ein Project die bessere Wahl ist, und du hast ein erstes Project angelegt.


Quiz

Teste dich selbst, die Antworten findest du ganz unten.

1. Nenn drei der fünf Bereiche, in denen Claude im Alltag laut Lektion 1 besonders stark ist.

2. Die vier Prompt-Bausteine aus Lektion 2 heißen: Rolle, Aufgabe, ______ und ______?

3. Was ist der entscheidende Unterschied zwischen Claude.ai und Claude Code beim Umgang mit deinen Dateien?

4. Welches Claude-Modell ist für schnelle, klar definierte Aufgaben und Massenverarbeitung in der API am sinnvollsten, Haiku, Sonnet, Opus oder Fable?

5. Was bedeutet stateless bei Claude, und welche Claude-Funktion löst dieses Problem?

6. Mit welchem Slash-Command siehst du in Claude Code den aktuellen Kontextstatus und die aktive Konfiguration?

7. Welche drei Dinge speichert ein Claude Project dauerhaft?

8. Du willst, dass Claude auf Deutsch antwortet, schreibst den Prompt aber auf Englisch. Was musst du tun?


Diese Woche mit Claude ausprobiert?

Hak ab, was du bereits gemacht hast, und hol nach, was noch fehlt:

  • Einen Prompt mit Kontext, Aufgabe, Format und Einschränkung geschrieben, und das Ergebnis mit einem vagen Prompt verglichen
  • Alle vier Bausteine (Rolle + Aufgabe + Format + Kontext) in einem einzigen Prompt kombiniert
  • Claude Code installiert (npm install -g @anthropic-ai/claude-code) und mit /help die verfügbaren Befehle erkundet
  • In Claude.ai zwischen zwei Modellen (z. B. Sonnet und Opus) gewechselt und beobachtet, ob sich die Antwortqualität verändert
  • Ein Claude Project angelegt, Custom Instructions geschrieben und einen ersten Chat direkt, ohne erklärenden Vorspann, gestartet

Neu bei Claude

  • Claude Tag, Claude als Slack-Teammitglied (23. Juni 2026), Was ist neu: Anthropic hat Claude Tag gestartet: Claude tritt einem Slack-Workspace als echtes Team-Mitglied mit eigenem Namen und Gedächtnis bei. Wer @Claude taggt, delegiert eine Aufgabe, Claude arbeitet sie asynchron ab, postet Thread-Updates, und baut über den Kanalverlauf kontinuierlich Kontext über das Team und seine Projekte auf. Das sogenannte Ambient Behavior (proaktives Mitverfolgen von Kanälen, ohne explizit angesprochen zu werden) lässt Claude auch von sich aus auf vergessene Threads oder neue Entwicklungen hinweisen. Was bringt es dir: Statt Claude jedes Mal neu zu briefen, kennt es den laufenden Kontext, und mehrere Teammitglieder teilen sich dieselbe Claude-Instanz. Verfügbar in Beta für Claude Enterprise und Team-Kunden. Quelle

Glossar des Tages

Die wichtigsten Begriffe der Woche auf einen Blick:

  • Prompt, Die Texteingabe, mit der du Claude anweist; Qualität und Struktur des Prompts bestimmen direkt die Qualität der Antwort.
  • Stateless, Zustandslos: Ohne Projects hat Claude kein Gedächtnis zwischen Chats; jeder neue Chat beginnt bei null, ohne Wissen aus früheren Gesprächen.
  • Custom Instructions, Eigene Daueranweisungen in einem Claude Project, die bei jedem Chat automatisch gelten und das manuelle Einleiten von Kontext ersetzen.
  • CLI-Tool, Command Line Interface: Ein Programm, das im Terminal läuft, Claude Code nutzt das für direkten Zugriff auf Dateien und Systembefehle.
  • Frontier-Modell, Das jeweils leistungsstärkste aktuelle Modell einer KI-Familie; bei Claude ist das aktuell Fable 5, das neue Maßstäbe bei langen und komplexen Aufgaben setzt.

Antworten

1. Zum Beispiel (drei von fünf): Texte schreiben und überarbeiten · Recherche und Zusammenfassungen aus Dokumenten · Brainstorming, außerdem: Themen erklären lassen · Strukturieren und Checklisten erstellen.

2. Die vier Bausteine: Rolle, Aufgabe, Format und Kontext.

3. Claude.ai arbeitet nur mit manuell hochgeladenen Dateien. Claude Code hat direkten Zugriff auf dein Dateisystem, es liest und schreibt Dateien direkt, ohne Upload, und kann dabei auch Terminal-Befehle ausführen.

4. Haiku, am schnellsten und günstigsten, ideal für klar begrenzte Aufgaben und die Verarbeitung großer Mengen in der API.

5. Stateless bedeutet: Ohne Memory oder Projects beginnt jeder Claude-Chat bei null, kein Wissen aus früheren Gesprächen. Claude Projects (in Claude.ai) lösen das, indem Custom Instructions, Projektdateien und der Chat-Verlauf dauerhaft gespeichert werden.

6. /status, zeigt Kontextstatus und die aktive Konfiguration der laufenden Claude-Code-Session.

7. Ein Project speichert dauerhaft: (1) Custom Instructions, (2) Projektdateien (Wissensbasis) und (3) den Chat-Verlauf aller Gespräche im Project.

8. Am Ende des Prompts explizit hinzufügen: Antworte auf Deutsch., ohne diese Angabe antwortet Claude in der Sprache des Prompts.